Ingrid Kissling-Näf

Ingrid Kissling-Näf

Dr. Ingrid Kissling-Näf (1964) leitet seit dem Frühjahr 2013 die Abteilung Geistes- und Sozialwissenschaften des Schweizerischen Nationalfonds. Zuvor war sie während zwei Jahren für das Tätigkeitsfeld Ressourceneffizienz und Innovation beim Ingenieurunternehmen Ernst Basler & Partner verantwortlich. Während rund zehn Jahren hat sie mit der Förderagentur für Innovation KTI und der Akademie der Naturwissenschaften zwei Forschungsförderungsinstitutionen in der Schweiz geleitet und reformiert. Nach dem Studium der Theologie, Ökonomie und Politikwissenschaften in Fribourg, Lausanne und Paris hat sie 1996 an der HSG in St. Gallen in Volkswirtschaft doktoriert. Anschliessend war sie während sechs Jahren Assistenzprofessorin für Ressourcenökonomie an der ETHZ und hat sich während dieser Zeit intensiv mit ressourcenökonomischen Fragen in den Bereichen Wald, Wasser, Energie etc. auseinander gesetzt und u.a. Evaluationsstudien zu staatlichen Förderprogrammen durchgeführt. Spezialisiert ist sie in der Ressourcenökonomie, der Umweltpolitik, der Politikanalyse, dem Innovationsmanagement und der Forschungspolitik. Sie hat für verschiedene Kommissionen/Stiftungs- und Beiräte wie z.B. die Nationalparkkommission oder den Beirat für genetische Ressourcen der deutschen Bundesregierung gearbeitet.

Zusammenfassung des Referats

Nationale Herausforderungen: Der Beitrag der Forschungsförderung

Im ersten Teil wird die heutige Förderpolitik des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) angesichts des aufstrebenden Gebiets der Digital Humanities vorgestellt und anhand der reglementarisch festgelegten Forderungen nach Open Source und Open Access kontextualisiert. 

Zur Situierung des SNF bezüglich der Förderung der Digital Humanities werden im zweiten Teil aktuelle Förderpolitiken anderer Institutionen für Forschungsförderung zum Vergleich herangezogen. Auf der Grundlage dieses internationalen Vergleichs stellt sich der SNF die Frage, welchen Beitrag die Forschungsförderung künftig an den Aufbau und die Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten soll. Dabei wird unterschieden zwischen den Digital Humanities als interdisziplinär ausgerichtetes Fachgebiet und den Digital Humanities als Infrastrukturbedürfnis der Geisteswissenschaften. Unter dem erstem Aspekt geht es um innovative Forschungsansätze zur Weiterentwicklung computergestützter Verfahren für geisteswissenschaftliche Forschung, während unter dem zweiten Aspekt vor allem die Implementierung solcher Verfahren (etwa für digitale Editionen, Quellensammlungen, Text- oder Bildkorpora etc.) angesprochen ist. Ausgehend vom Befund eines gewissen Nachholbedarfs des SNF werden in einem Ausblick verschiedene denkbare Szenarien aufgezeigt und diskutiert.

Präsentation

Referentin vom 29. November

 Der Beitrag der Forschungsförderung

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