Stefan Andreas Keller

Stefan Andreas Keller

Geboren in Zürich, Historiker und Experte für E-Learning, Science 2.0 und Digital Humanities. Studium der Geschichte, Germanistik und Soziologie in Zürich und Berlin. 2007 Promotion an der Universität Zürich mit dem Thema "Im Gebiet des Unneutralen. Schweizerische Buchzensur im Zweiten Weltkrieg zwischen Nationalsozialismus und Geistiger Landesverteidigung" (Zürich, Chronos, 2009). Aktuell E-Learning-Koordinator der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich sowie Dozierender an verschiedenen Universitäten. Die E-Learning-Koordination berät Forschende und Dozierende beim Einsatz digitaler Technologie in Forschung und Lehre. In den letzten Jahren wurde der klassische Tätigkeitsbereich E-Learning zunehmend erweitert, da der Einsatz digitaler Technologie in den Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Zürich stetig an Komplexität zunimmt, sodass sich die ELK de facto zu einer Beratungsstelle für Digital Humanities entwickelt hat. Stefan Andreas Keller ist zudem speziell zuständig für das Thema Wissensorganisation und Literaturverwaltung in der ELK und hat folgende Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Mediengeschichte und Medienwandel, Demokratisierung und gesellschaftliche Partizipationserweiterung (Web 2.0), Wissensorganisation und Literaturverwaltung, Wissensorganisation und -repräsentation mit digitalen Technologien, Digitale Geschichtswissenschaft.

Zusammenfassung des Referats

Infrastrukturen und Finanzierungsmodelle im Vergleich: USA-Schweiz

Die Finanzierung, insbesondere die nachhaltige Finanzierung, ist für Digital Humanities-Projekte eine besondere Herausforderung. Anhand von Projektbeispielen und vorhandenen Finanzierungsstrukturen soll die Frage zur Diskussion gestellt werden, wie die finanzielle Förderung von solchen Projekten in der Schweiz verbessert werden könnte. In der Schweiz gibt es bisher keine Organisation, die spezifisch Digital Humanities-Projekt finanziell unterstützt und/oder entsprechend berät. Es scheint auch noch an einem Bewusstsein für den spezifischen Charakter solcher Projekte zu fehlen. In den USA ist dieses Bewusstsein stärker verankert. Dies zeigt sich an Institutionen wie dem Office for Digital Humanities, einer Unterabteilung des National Endowment for the Humanities.
Viele Projekte sind im Grenzbereich zwischen Forschung einerseits und Dienstleistung andererseits angesiedelt. Dieser Doppelcharakter kann sowohl bei rein forschungsorientierten Förderinstitutionen als auch bei eher mit wirtschaftlichen Kriterien messenden Geldgebern schlimmstenfalls zu einer Ablehnung finanzieller Unterstützung führen. Sehr problematisch ist die nachhaltige Finanzierung. Digital Humanities-Projekte sind aber einerseits oft durch den Einsatz digitaler Technologie und durch ihre Service-Orientierung langfristig angelegt. Es ist ihnen jedoch kaum möglich, sich über längere Zeit selbst zu finanzieren. Viele Projekte befinden sich im Dauerkampf um die Sicherstellung finanzieller Mittel, manche müssen den Betrieb sogar einstellen

Präsentation

Referent vom 29. November

Infrastrukturen und Finanzierungsmodelle im Vergleich: USA-Schweiz

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